Tiefe Preise verlocken. Und tiefe Preise für teure Produkte verlocken umso stärker. Es ist des Öfteren mit Produkten aus allen Bereichen und in allen Preisspannen der Fall: Wieso soll ich mehr Geld ausgeben, wenn die Dinge auf dem Computerbildschirm genau so gut aussehen wie die bei meinem lokalen Anbieter?
In diesem Beitrag befassen wir uns mit dem interessanten Thema des chinesischen Fensterangebots auf dem europäischen Markt. Diese Sache ist einigermaßen umstritten, denn es gibt ja auch Befürworter des Imports und des Einsatzes von chinesischen Fenstern, wir wollen aber den Lesern die Sache offen vor Augen führen und vor übermäßigem Optimismus und Preisfokus warnen.
Die Sache mit den Fenstern aus China…
China. Eines der größten Ökonomien der Welt, ein Land mit viel Potenzial… und gleich so vielen Geheimnissen. Die Geschichte, Kultur und Natur von China sind bekannterweise interessant und beeindruckend, und Chineser sind für viele Erfindungen berühmt, die im Rest der Welt nur viel später separat entdeckt worden sind: Druckwesen – und in Verbindung damit: Banknoten aus Papier – Schiesspulver, Erdöl, Kettenantrieb sowie unterschiedliche Erfindungen insbesondere im Bereich der Waffen (explodierende Bomben und Granate) und der Medizin (Zahnfüllungen).
Wie die heutige chinesische Industrie aussieht – man hat davon aber ein bewährtes Bild, das durch Medien geprägt ist: Fabriken wie Festungen, wo zahllose Mengen von Menschen arbeiten, fragliche Arbeitsbedingungen, mangelhafte Qualitätskontrollen. Wie es in der Realität aussieht – das ist unmöglich herauszufinden. Was feststeht ist aber eine Sache: Es gibt bestimmt Herstellwerke, die sich durch zumindest durchschnittliche Produktqualität auszeichnen – sonst gäbe es die Online-Verkaufsplattformen nicht, die seit langer Zeit so populär sind, wo man nur Produkte aus China erwerben kann.
Fenster, und insbesondere – maßgeschneiderte Fenster, die bestimmte, spezifische Normen und Erwartungen zu erfüllen haben, sind eine andere Sache. Bei Neubau- oder Sanierungsprojekten, bei denen neue Fenster oder Haustüren vorgesehen sind, ist die Kommunikation wichtig, Verständigung, Sorge um Details und beste Qualität – und dabei kann man schon – begründet! – Bedenken haben, ob man dies mit einem Händler aus Asien so schafft. Schauen wir uns die einzelnen Fragen an.
Die Kontaktaufnahme
Die Nutzung von KI-Tools für die Erstellung von Internetseiten und deren Übersetzungen ist kein neues Thema mehr, und in der Tat ist es ziemlich einfach, eine Internetseite zu erstellen, die oberflächlich legitim erscheinen wird – sogar mit Produkt- und Projektbeispielen. Der potenzielle Kunde kann dadurch verlockt werden – das Internet, wie Papier, nimmt alles auf und lässt alles schreiben und darstellen, was man will. Man kann nie sicher sein, dass das, was man sieht tatsächlich das ist, was man kauft.
Zum Zwecke des Kaufs von Fenstern ist es aber unabdingbar, persönlichen Kontakt mit dem Lieferanten oder Händler aufzunehmen, um alle Einzelheiten zu besprechen: Masse, Öffnungsrichtungen, Zusatzausstattung. Man kann alle Fragen und Einzelheiten per E-Mail schicken und bekommt möglicherweise auch halbwegs vernünftige Antworten (die wieder KI-Unterstützt erstellt sein können). Wenn man aber versuchen würde, nach China zu telefonieren und sich im Gespräch mit einem Vertreter zu verständigen – das könnte schon Probleme bereiten.
Wir wollen damit nicht sagen, dass Chinesen Deutsch, Englisch oder andere europäische Sprachen nicht kennen – aber wir hätten Angst, dass wichtige technische Details in der Übersetzung verloren gehen. Es ist aber bei der Bestellung von Baumaterialien, und insbesondere von Fenstern und Türen derart viel abzustimmen und im Auge zu behalten, dass präzise und klare Verständigung unabdingbar ist. Wenn man sich Beratung erhofft, sind wir der Meinung, dass man eher anderswo suchen soll.
Die Messungen und die Parameterwahl
Es ist klar, dass bei der Bestellung von Fenstern aus China nicht plötzlich ein Team aus Asien nach Europa fliegt, um Messungen vorzunehmen – das hätte man selbst tun müssen (und es ist in der Tat keine komplizierte Sache, Messungen für neue Fenster aufzunehmen oder die Öffnung für eine neue Haustür auszumessen), oder aber tut dies irgendein Unternehmen vor Ort (das man finden und beauftragen braucht).
Was passiert aber nachher? Wir schicken die aufgenommenen Messwerte an den Händler, Vertreter oder direkt zum Hersteller am anderen Ende der Welt. Es ist selbstverständlich, dass man diese Zahlen am besten per E-Mail statt telefonisch angibt. Werden diese bei der Produktion eingehalten? Werden sie berücksichtigt? Was passiert, wenn etwas anders als erforderlich hergestellt wird? Keine Ahnung.
In Bezug auf Fenster, wie bei allen Bau- und Sanierungsprojekten, wählt man ihre wichtigen Eigenschaften, damit sie zum Projekt passen und damit die neuen Fenster und Türen unseren Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen: Farben, Verglasung, Öffnungsrichtungen, Stil – geschweige denn von der Erwartung, dass wenn man schon Geld für Baumaterialien ausgibt, die über 20 Jahre oder länger bestehen bleiben, dass sie diese 20 Jahre zumindest im zufriedenstellenden Ausmaß überstehen und funktionstüchtig bleiben.
Und was passiert, wenn die von uns gewählten Farben oder Abmessungen nicht stimmen? Man bleibt dann mit einem Haufen Fenster, die zum eigenen Zuhause nicht passen, die möglicherweise nicht nur hässlich sondern auch minderwertig sind. Was dann?
Vertragsschluss und Zahlung
Unterlagen unterzeichnen, das ist ein wichtiger Schritt. Es ist selbstverständlich, dass man diese vollständig liest, insbesondere, wenn man durch Unsicherheit gequält ist. Haben Sie Angst, dass die Vertragsinhalte nicht eingehalten werden oder nicht durchsetzbar sind? Wir hätten diese auch gehabt. Und was passiert mit der Zahlung? Geld an einen geografisch sehr weit entfernten Empfänger überweisen, wenn man gar nicht sicher ist, was danach passieren kann? Bekomme ich das Produkt überhaupt? Das wissen wir nicht, und hoffentlich müssen Sie es auch selbst nicht erleben.
Wenn man mit Fenbro einen Vertrag unterzeichnet, soll man ihn auch vollständig lesen. Und wir halten uns an die Vertragsbestimmungen – ohne Ausnahme. In der Sache der Zahlung – bleiben Sie immer im europäischen Raum, wir sind ständig in Kontakt, und Sie können ruhig sein – wie Hunderte unserer bisheriger Kunden auch ruhig waren – dass Ihr Geld nicht verschwindet.
Die Frage der Qualität
Wir kommen zum wichtigen Punkt, der bei Profis prinzipiell entscheidend ist: Die Produktqualität. In Europa haben wir Prüflabore, Zertifikate und Normenreihen, und das hiesige Prüfsystem der benannten Stellen und Institute sowie unabhängige Stellen wie die Stiftung Warentest sorgt dafür, dass die Produkte so gut wie möglich sind, und dass der Kunde richtig beste Qualität bekommt. Für Verbraucher und für Kunden ist das neben Zertifikaten durch entsprechende Zeichen und Siegel gezeigt.
Zertifikate und derartige Dokumente werden von entsprechend befugten Stellen herausgestellt. CE-Zeichen werden von Herstellern nach Erlaubnis angebracht. Kann es sein, dass man willkürlich ein Zeichen anbringt, damit das Produkt zugelassen wird? Sind die Prüflabore am anderen Ende der Welt ausreichend gut? Das wissen wir nicht. In der Tat könnte es schwierig sein zu bestätigen, dass der jeweilige fremde Hersteller die strengen Normen zu Energieeffizienz, Anforderungen für Baumaterialien und Sicherheit tatsächlich erfüllt.
Aber bei den Zertifikaten endet das nicht – man prüft die Produktqualität doch selbst wenn man das Produkt in der Hand hat, oder aber kommt die jeweilige Qualität klar zum Vorschein: Wenn man sieht, dass die Farben nicht stimmen oder bald verbleichen, oder wenn die jeweiligen Produkte nicht in die Öffnungen passen. Was wenn die Farbe abblättert oder überhaupt nicht passt, oder wenn das Material dünner ist als es sein sollte?
Wir paraphrasieren hier eine Geschichte, die wir zu Hören bekommen haben:
Es gab ein Projekt, bei dem der Bauherr asiatische Verglasung für die Fassade eines über 20 Stockwerke hohen Gebäudes verwendete. Nach Montage begannen die Glasscheiben wahllos zu zerbrechen. Es stellte sich heraus, dass das Glas winzige Verunreinigungen enthalten hatte, die sich anders ausdehnten und zusammenzogen als das Glas selbst, wodurch die Scheiben schlichtweg explodierten. In der Folge musste das Glas an der gesamten Fassade ausgetauscht werden.
Das mag stimmen, muss aber nicht – wer will aber ein solches Risiko hinnehmen? Mit Fenstern von Fenbro geschieht das nie – Produkte aus Polen unterliegen strengsten Kontrollen, sind vollständig zertifiziert – und genießen den guten Ruf der Weltklasseprodukte, die sie auch sind.
Transport, Logistik, Zoll & Co.
Asien ist weit von Europa entfernt, und die Strecke ist auch keine einfache. Transportschäden können sogar zwischen dem nächsten Saturn und dem eigenen Zuhause entstehen – und wenn die Strecke mehrere Tausend Male länger ist?
Teuer, aufwändig und wahrscheinlich kompliziert – mit diesen Worten beschreibt man vortrefflich den Transport von Fenstern aus dem anderen Ende der Welt. Und bei den vielschichtigen Zusammenhängen im Bereich von Zoll rechnet man bestens mit unerwarteten Zusatzgebühren, die bestimmt hinzunehmen wären.
Es ist für uns klar, dass polnische Herstellwerke auch nicht gleich um die Ecke sind – die Strecke zwischen Polen und dem DACH-Raum ist aber viel übersichtlicher als die zwischen Deutschland oder Österreich und China – und es liegen dazwischen keine Wüsten und es gibt kein Meer. Der Transport aus Polen geschieht einfach, problemlos und schnell (und ist zudem immer versichert).
Einbau und Garantie
Fenster-Montageteams gibt es schon einige im DACH-Raum – das wissen wir. Kleine und größere Betriebe montieren gerne Fenster – dabei sollte es prinzipiell keine Probleme geben. Ob man aber garantieren kann, dass die durch unbekannte Qualität gekennzeichneten Fenster nach dem Einbau ordentlich funktionieren – das ist eine andere Frage.
Und zum Schluss schätzen wir, dass es gar nicht so einfach ist, eine Garantie bei einem Hersteller in Anspruch zu nehmen, dessen Herstellwerk sich auf der anderen Seite der Erde befindet – und was wäre, wenn man tatsächlich ein Problem mit den gekauften und eingebauten Fenstern gehabt hätte? Die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen in einem solchen Fall stellt sich unseres Erachtens als äußerst schwierig dar. Wir schätzen, dass in der Sache von After-Sales-Service die Dinge auch ähnlich aussehen.
Bei aufrichtigen Unternehmen – sprich: bei Fenbro – werden die Produkte auch durch eine Garantie gedeckt, und bei Inanspruchnahme stehen wir für mögliche Mängel ein. Je nachdem, was los ist, leisten wir Hilfe in Form von Beratung, Ersatzteilen oder Reparatur. Bei Schwierigkeiten oder Problemen reicht eine Mitteilung oder ein Anruf aus – wir kümmern uns um den Rest!
Die bessere Wahl: Fenster und Türen aus Polen
Nach all dem möchten wir jedoch keineswegs den Eindruck erwecken, dass Fenster oder Türen aus China eine schlechte Wahl seien und in Bezug auf Finanzen, Sicherheit und langfristige Rentabilität ein Rundumrisiko darstellen. Nein, um es ganz klar zu sagen: Das möchten wir stattdessen ausdrücklich und unmissverständlich betonen. Und je größer die Investition, desto besser will man sich vor möglichen Schwierigkeiten oder Problemen wehren.
Fenster und Türen von polnischen Herstellern zeichnen sich hingegen durch geprüfte Qualität aus und haben sich bereits hunderte Male und in zahllosen Projekten bewährt. Und Fenbro, Ihr vertrauenswürdiger Partner für Fenster und Türen aus polnischer Fertigung, zeichnet sich genau dort aus, wo Hersteller vom anderen Ende der Welt versagen: reibungsloser Kontakt in Ihrer Sprache, professionelle Beratung, um Ihnen zertifizierte, zuverlässige und langlebige Produkte zu liefern, die Ihr Zuhause warm halten. Wir sichern auch besten After-Sales-Service bei jeglichen Problemen.
Zusammenfassung: Lieber beim erfahrenen Nachbarn kaufen
Wenn Sie also auf der Suche sind nach neuen Fenstern und Türen aus Polen, sagen wir offen: Wir warten auf Sie. Wir stehen Ihnen zur Seite und beraten Sie gerne, wenn Sie nicht sicher wären, was Sie wählen sollen oder was Sie überhaupt wählen können – und es gibt sehr unterschiedliche Lösungen, die bei unterschiedlichsten Projekten eingesetzt werden können. Ob telefonisch, per Messenger, Whatsapp, E-Mail oder über den Chat auf unserer Internetseite – treten Sie mit uns in Kontakt.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt es sich, Fenster aus China zu kaufen?
Es gibt dabei derart viele Fragen, Unklarheiten und Risiken, dass man am besten sagt: Nein, das lohnt sich überhaupt nicht.
Wo beziehen die Chinesen ihre Fenster?
Es ist gut möglich, dass Chinesen Fenster in China erwerben. Zu der Zuverlässigkeit, Qualität und Normgerechtigkeit dieser Produkte lässt sich aber nichts sagen.
Auf der Internetseite sind aber Zertifikate und Siegel zu finden, die sind also doch gut, oder?
Zeichnen und drücken lässt sich alles, und ganz ehrlich gesagt ist es nicht möglich zu prüfen, ob die in dem Zertifikat bestätigte Qualität tatsächlich stimmt.
Ist das eine gute Idee, dass ich zusammen mit meinem Schwager die Fenster aus China selbst einbaue?
Es ist nicht auszuschließen, dass Sie in der Tat keine Probleme bei der Montage erleben, und wir gratulieren zu den Fähigkeiten und Fertigkeiten; unseres Erachtens bleibt aber immer noch die langfristige Qualität und Zuverlässigkeit der chinesischen Fenster höchstens fraglich.
Ich kriegte aber letztens ein Hemd, und das kam aus China, was sagen Sie dazu?
Dazu möchten wir betonen, dass es einige Unterschiede zwischen Hemden auf der einen Seite und Fenstern und Türen auf der anderen Seite gibt. Wir geben zu, dass ein gutes Hemd zu nähen ist keine einfache Sache, es bleibt aber immer noch einfacher, als richtig gute Fenster zu bauen.
Ich bin mir sicher, dass nichts schlecht geht, die sind mit einer Garantie versehen, oder?
Die chinesischen Fenster dürfen durch eine Garantie gedeckt werden. Die Art und Weise der Durchsetzung der Garantieansprüche stellt sich aber wahrscheinlich bei einem Hersteller aus dem anderen Ende der Welt problematisch dar.