Energieeffiziente Fenster, Passivhausfenster, Kostensenkung – diese Begriffe kennen wir Menschen, die für Fenster begeistert sind, sehr gut. Was steckt aber hinter diesen? Welche Bestandteile der Fenster verursachen, dass diese Produkte eigentlich energieeffizient sind – dass sie besser sind als andere Fenster, dass sie Ersparnisse bringen können?
In diesem Beitrag fokussieren wir genau auf die einzelnen Bestandteile von Fenstern, die verursachen, dass Fenster in der Tat Senkung der Energiekosten mit sich bringen können, dass sie richtig dämmen, und Wärme aus dem Haus nicht entweichen lassen. Ja, wir befassen uns auch mit der mysteriösen warmen Kante. Also los!
Entwicklungen und Innovationen in der Fensterwelt
Rahmen und Glas, und vielleicht noch eine Klinke und Scharniere, wenn sich das Fenster öffnen soll. Prinzipiell stimmt diese knappe Beschreibung eines Fensters, doch in der Tat gibt es dabei viel mehr, als man denkt. Und wenn es schon stimmen mag, dass ein normales Fenster nichts mehr braucht, fordern wir heutzutage hohe Leistungen im Bereich der Energieeffizienz (wieder dieses Wort!), niedrige Wärmeleitfähigkeit und Robustheit.
Und obwohl die hier beschriebene, althergebrachte Form eines Fensters sich über Jahrhunderte nicht geändert hat, trugen Entwicklungen sowohl in der Glasherstellung (Floatglas) sowie im chemischen Können im Bereich der Materialverarbeitung (Polyvinylchlorid, EPDM-Kautschuk, Polyurethan- oder Polystyren-Schaum) wesentlich zur Verbesserung der energietechnischen Leistungen von Fenstern allmählich über die letzten Jahrzehnte stark bei.
Energetisch hochwertige Fenster zeichnen sich durch folgende Hauptbestandteile aus:
- der Fensterrahmen, ggf. mit Füllung
- die Wärmeschutzverglasung, mit Edelgasfüllung, ggf. mit Beschichtung
- Abstandhalter (Warme Kante)
- Dichtungen des Fensterflügels
Das Fensterprofil: Die Grundlage eines richtigen, modernen Fensters
Ohne Fensterprofil geht es nicht – sonst hat man kein Fenster, sondern nur eine Scheibe Glas. Und praktisch im Bereich aller Materialien – Kunststoff, Aluminium, Stahl – wird ständig an Innovationen gearbeitet. Das Material Holz ist in diesem Bereich eher ein Sonderfall – bei Massivholzfenstern hat man keine internen Kammer, wie bei den sonstigen Profilmaterialien, dafür werden aber immer neue Stoffe zur Behandlung des Holzes entwickelt, damit das Holz bei schwieriger Witterung länger einsatzfähig bleibt und durch Einwirkungen von Wetter nicht nachgibt.
Bei den sonstigen Fenstermaterialien wird aber ständig nach neuen Lösungen gesucht – insbesondere im Bereich der internen Struktur der Profile. Die Zahl sowie die Form der internen Kammer bei Kunststofffenstern haben sich über Jahre geändert – sprich: Bei Kunststofffenstern waren einst Dreikammerprofile beliebt, aktuell hat man mit Fünf- oder Sechskammerfenstern die Norm, es gibt aber auch Siebenkammersysteme, die noch etwas bessere Wärmeisolierung liefern.
Die in den Kammern sich befindliche Luft sorgt für Wärmedämmung, wobei die Kammer auch mit anderen Stoffen gefüllt werden können. Zur Versteifung können sich in den Kammern Metallprofile befinden, die die Fenster stabilisieren und sie nicht verdrallen lassen. Vortrefflich für die Wärmedämmung können die Fensterkammer aber mit isolierenden Materialien wie Polyurethan- oder Polystyren-Schaum gefüllt werden, um noch bessere Leistung als reine Luft zu schaffen.
Die Zahl der Kammer aus dem Grund der Eigenschaften bei Stahl- und Aluminiumfenster variiert je nach Variante zwischen einer und drei Kammern. Dabei können die Profile zur thermischen Trennung auch mit PU-Hartschaum oder Kunststoff gefüllt werden – dadurch gewinnt man neben der Langlebigkeit der metallenen Fenster auch hervorragende Dämmung.
Die Verglasung: Man sieht sie kaum, aber sie ist da
Das bei Fenstern eingesetzte Glas ist natürlich durchsichtig, eben so wie das Edelgas, mit welchem der Hohlraum (oder die Hohlräume bei Dreifachverglasung) zwischen den Scheiben gefüllt wird. Hierbei gibt es auch Entwicklungen: Ehemals wurde durch Kastenfenster Mehrfachverglasung bewerkstelligt, aktuell gibt es Verglasungspakete, die nicht auseinander entnehmbare, geschlossene Einheiten bilden, mit zwei, drei bzw. sogar vier Glasscheiben.
Gibt es unter den Lesern solche, die sich fragen: Wie viele Scheiben können eingesetzt werden? Also viele. Noch stärkere Fenster werden z. B. im Passivhausbau als Dachfenster eingesetzt, in den Polarregionen, oder in Sondersituationen. Eine solche haben wir zum einen in Frankfurt am Main, wo im Bürgerhospital in einigen Sälen Achtfachverglasung (kein Tippfehler: Fenster mit acht Glasscheiben) zur Gewährleistung der Ruhe eingesetzt wird.
Scheibenzwischenraum mit Edelgas gefüllt
Die Verfüllung des Raums zwischen den Glasscheiben mit Edelgas, anstelle des Belassens von Luft, stellt eine weitere Isolierschicht des Fensters dar: Argon und Krypton, die Edelgase, die für die Verfüllung des Scheibenzwischenraums verwendet werden, haben eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als die Luft. Bei Argon ist dieser Wert um ca. ein Drittel niedriger als bei Luft, und bei Krypton – zwei Drittel niedriger als bei Luft. Der Nachteil? Fenster, die mit Krypton statt Argon gefüllt werden, kosten bei gleichen Abmessungen und Ausstattung das dreifache.
Die Rechnung in diesem Bereich ist also ganz einfach: Verwendet man Dreifachverglasung anstelle von Doppelverglasung, so kann man von zwei Schichten eines Edelgases profitieren, die die Wärme im Haus zurückhalten.
Beschichtung der Scheiben: Ein weiterer, unsichtbarer Schild
Es besteht noch eine Möglichkeit der Errichtung einer dünnen Schutzschicht gegen Wärmeverluste (oder gegen das Eindringen von übermäßiger Wärme in den Raum): Eine dünne Metallschicht auf dem Glas, welche die Heizwärme reflektiert. Diese Beschichtung ist eigentlich unsichtbar, kann aber in einigen Fällen (oder auf Wunsch) als geringfügige Tönung ausgeführt werden. Diverse Typen der Glasscheiben haben in diesem Bereich unterschiedliche Funktionen, wie z. B. bessere Lärmdämmung oder Privatschutz.
Die warme Kante: Klein, aber stark!
Die Warme Kante bezeichnet den Rand eines Verglasungspakets, wo die Glasscheiben durch einen Abstandhalter aus schlecht wärmeleitendem Material miteinander verbunden sind und auseinander entfernt gehalten werden. Es kommen dabei Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz – wie Kunststoff oder Schaumstoffe. Dadurch bleibt der Glasrand wärmer, die Wärmedämmung verbessert sich. Gleichzeitig verbindet der Abstandhalter Warme Kante die Glasscheiben am Rande und sorgt zusammen mit einer Dichtung dafür, dass der Zwischenraum der Scheiben nach außen hin gut abgedichtet ist. So bleibt das Verglasungspaket ein in sich geschlossenes System, aus welchem das Isoliergas auch nicht entweichen kann.
Historisch wurden meist Abstandhalter aus Aluminium verwendet. Da Aluminium Wärme gut leitet, kühlte der Glasrand bei kalten Außentemperaturen stark aus. Im Laufe der Zeit wurden neue Materialien entwickelt, durch welche diese Abdichtung mit Recht ihren Namen tragen kann.
Dichtungen, Dichtungen!
Elastische Dichtungen rund um den Flügel sowie um die Zarge machen das Fenster lückenlos luftdicht. Sie schützen den Innenraum auch vor Eindringen des Regens. Sie verhindern unkontrollierten Wärmeverlust und – ja, Sie wissen es! – reduzieren die Heizkosten. Und das gilt unabhängig davon, ob Sie in Deutschland, Österreich oder Schweiz neue Fenster brauchen!
Neben den zwei sozusagen Basisdichtungen gibt es auch Lösungen mit einer dritten Dichtung – einer Mitteldichtung (Fenster mit einer zusätzlichen Mitteldichtung bekommen die Bezeichnung MD im Namen, wie das Aluplast Ideal Neo MD). Mittlerweile werden solche Lösungen immer stärker von Kunden beliebt, denn sie bieten – ohne viel Mühe – eine zusätzliche Dämmschicht.
Moderne polnische Fenster: Innovativ und zukunftsweisend
Alle diese technischen Ausstattungsteile und Merkmale machen aus polnischen Fenstern wirklich leistungsstarke Produkte, welche Ihnen ein hohes Maß an Energie- und Kostenersparnisse sowie Sicherheit gewährleisten.
Alle der hier genannten Bestandteile der Fenster bilden zusammen eine Einheit, die für Ihren Komfort und Ruhe zu Hause sorgt – und diese Ruhe können Sie zu Hause haben, wenn Sie Fenster von Fenbro bestellen – zuverlässige polnische Fenster, die Ihnen Energieersparnisse sichern und über Jahre Gemütlichkeit zu Hause gewährleisten. Treten Sie mit Fenbro in Kontakt – besprechen wir unser gemeinsames Projekt! Ob St. Pölten, München oder Kassel – wir sind hier für Sie da!
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Gasfüllung im Verglasungspaket?
Die Gasfüllung im Verglasungspaket sorgt für noch bessere Wärmedämmung, anstelle der Füllung mit Luft – die Edelgase, die dabei verwendet werden, sind wärmedämmend, wodurch Sie eine weitere Isolierschicht bilden.
Auf welche Weise funktionieren die Profilkammer bei Kunststofffenstern?
Je mehr Kammer im Profil – desto mehr Luftpolster zwischen dem Innenraum und dem Außenbereich, wodurch weniger Wärme durchdringen kann. Einzelne Kammer können auch z. B. mit Isoliermaterialien wie PU-Schaum gefüllt werden, um noch besser zu dämmen.
Reichen zwei Scheiben in einem Verglasungspaket für die richtige Wärmedämmung nicht aus?
Ehrlich gesagt kann Doppelverglasung in einigen Fällen ausreichend sein, aber für richtige Energieeffizienz und vortreffliche Ersparnisse, sowie um das Haus in extremen Wetterverhältnissen komfortabel zu halten – ist im Vergleich Doppelverglasung und Dreifachverglasung ohne Frage die Letztere die bessere Wahl.
Brauchen alle Fenster den Warme Kante Abstandhalter?
Verglasungspakete mit der warmen Kante verfügen über eine thermische Trennung, durch welche die Wärme nicht fließt – deswegen isolieren sie besser.
Metalle sind doch wärmeleitend – wie können also Aluminium- oder Stahlfenster ordentlich dämmend sein?
Die Füllung der Aluminium- oder Stahlprofile mit Isoliermaterialien ist für die zuverlässige Wärmedämmung solcher Profile unabdingbar – dadurch werden sie aber vortrefflich effizient!
Ist die Mitteldichtung bei manchen Fenstern wichtig?
Die Mitteldichtung sorgt für zusätzliche Dämmung in schwierigen Wetterverhältnissen, und kann in einigen Fällen eine sehr gute Lösung sein. Das Profil Ideal 8000 von Salamander verwendet eine Mitteldichtung zur Entwicklung einer Trockenkammer im Profil – wodurch die Mechanik der Fenster langlebiger ist.